Freitag, 25. Juli 2008

Was bietet die Krankheitskostenvollversicherung?

Der Name dieser Versicherung gibt es eigentlich schon her, die Krankheitskostenvollversicherung bietet dem Versicherten für das gesamte Krankheitsrisiko entsprechenden Versicherungsschutz. Im Vergleich mit der gesetzlichen Krankenversicherung, die diesen Schutz auch in gewisser Weise bietet, kann der Versicherungsschutz in der privaten Krankheitskostenvollversicherung ganz individuell entsprechend dem persönlichen Bedarf abgeschlossen werden. Bei allen privaten Krankenversicherern gibt es moderne Tarifangebote, die immer alle Bedürfnisse und Wünsche der Versicherten berücksichtigen und auch auf spezielle Berufs- oder Personengruppen ausgerichtet sind.

Der Versicherte kann also selbst frei entscheiden, ob er bei einem Versicherer.Die Krankheitskostenvollversicherung bietet den Versicherten Leistungen bei einer ambulanten ärztlichen, bei einer zahnärztlichen oder einer stationären Behandlung und ist die private Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung. In der Regel werden dem zu versichernden Basis-Schutz Tarife, Komfort-Schutz Tarife oder so genannte Premium-Schutz Tarife angeboten. Je umfangreicher der Versicherungsschutz sein soll, desto höher sind dann die zu entrichtenden Beiträge. Allein diese Wahlmöglichkeit ist ein entscheidender Vorteil in der privaten Krankheitskostenvollversicherung und meistens sind die Beiträge niedriger, als sie es für gutverdienende Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung sind. Die Krankheitskostenvollversicherung bietet allen Menschen die Sicherheit im Krankheitsfall, die sich nicht gesetzlich versichern müssen. Dazu gehören Arbeitnehmer, deren Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt, Selbstständige und Freiberufler sowie Beamte. Diese vorteilhafte Versicherung ist also nicht jedem zugänglich.

Wer als gesetzlich Versicherter dennoch einige Risiken privat absichern möchte, der kann das über private Krankheitszusatzversicherungen tun. Diese gibt es für die Behandlung beim Zahnarzt, für das Krankenhaustagegeld oder auch als stationäre Zusatzversicherung. Einige Versicherer bieten Versicherten, die jetzt nur eine Zusatzversicherung abschließen, die Möglichkeit, diese mit Option auf Krankheitsvollkostenprüfung abzuschließen. Das bedeutet, wenn der Versicherte die Rahmenbedingungen erfüllt, kann er die Krankheitsvollkostenversicherung ohne neuerliche Gesundheitsprüfung abschließen. Für den Abschluss einer Krankheitsvollkostenversicherung muss sich der Antragsteller einer Gesundheitsprüfung unterziehen, die Beiträge sind abhängig vom jeweiligen Tarif und vom Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand des zu Versichernden.

Wann kann ich mich als Student privat Krankenversichern?

Studenten haben die Möglichkeit, wenn sie mit ihrem 25. Lebensjahr aus der gesetzlichen Familienversicherung der Eltern heraus fallen, eine private Krankenversicherung abzuschließen oder wenn sie schon vorher neben dem Studium einen Job mit einem relativ hohen Einkommen haben, besteht auch diese Möglichkeit. Sind Studenten älter als 30 Jahre, steigen in der gesetzlichen Krankenversicherung die Beiträge extrem stark, dass in der Regel die private Krankenversicherung die preiswerte Alternative ist.
Die private Krankenversicherung hat neben den oft viel preiswerteren Tarifen für Studenten und dem größeren Leistungsspektrum bei der medizinischen Versorgung aber auch Nachteile, deshalb ist die Entscheidung für die Studenten oft nicht einfach. Für Studenten, die noch nicht 25 Jahre sind, lohnt sich der Wechsel in die private Krankenversicherung, wenn sie mit einer Beschäftigung neben dem Studium mehr als 355 Euro oder bei einer geringfügigen Beschäftigung mehr als 400 Euro im Monat beträgt. Alles, was darüber hinaus verdient wird, ist in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragspflichtig, damit entfällt die kostenlose Familienversicherung und der Student muss der gesetzlichen studentischen Krankenversicherung beitreten.
Für Studenten, die weder einen Ehepartner noch ein Kind mitversichern müssen, kann sich hier schon die private Krankenversicherung lohnen, zwar sind die Beiträge selten geringer, aber die medizinischen Leistungen sind besser und die Zuzahlungen entfallen. Für alle weiblichen Studenten und für die, die einen Ehepartner mitversichern müssen, ist die gesetzliche Kasse besser. Studenten, die dann schon 30 Jahre werden, werden bei den gesetzlichen Krankenkassen als freiwillig versicherte Studenten geführt und müssen dann viel höhere Beiträge bezahlen. Für Männer ab 30 lohnt sich, sofern sie gesund sind, die private Krankenversicherung dann finanziell immer. Die Beiträge sind geringer und die Leistungen besser.
Frauen sind immer besser in der gesetzlichen Krankenversicherung aufgehoben, ganz selten rechnet sich bei einem hohen Einkommen die private Krankenversicherung. Studenten haben den Vorteil, dass sie nach Beendigung des Studiums, wenn sie ein Arbeitsverhältnis als Angestellter eingehen, ihre Entscheidung überdenken können, sie müssen sich dann vorerst drei Jahre Pflichtversichern.

Für wen lohnt sich der Wechsel zur privaten Krankenversicherung?

Die private Krankenversicherung bietet den Versicherten gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung einige Vorteile und ist auch für einen bestimmten Personenkreis durchaus günstiger in den Beiträgen, als das bei der gesetzlichen Krankenversicherung der Fall ist. Doch nicht jeder hat zur privaten Krankenversicherung Zugang und schon deshalb schränkt sich der Personenkreis, der die Vorteile der privaten Krankenversicherung nutzen kann, entsprechend ein. Arbeitnehmer müssen mit ihrem Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegen, erst dann haben sie die Möglichkeit, zu wechseln. Selbstständige und Freiberufler sowie Beamte können sich hingegen unbeschränkt privat versichern, auch für Studenten besteht diese Möglichkeit.

Doch nicht immer ist die private Krankenversicherung von Vorteil. Sie lohnt sich auf jeden Fall für Männer jüngeren Alters, die gesund uns alleinstehend sind, hier sind die Beiträge dann in der Regel bedeutend günstiger als bei der gesetzlichen Krankenversicherung. In der privaten Krankenversicherung ist der Beitragssatz nicht einkommensabhängig, sondern er richtet sich nach Geschlecht, Alter und Gesundheitszustand des zu Versichernden. Wer also, auch als Frau jung und gesund ist, für den kann sich ein Wechsel rentieren, denn nicht nur die Beiträge sind günstiger sondern auch die Leistungen deutlich besser, je nach Tarif, der abgeschlossen wird.
Wer jung ist, und in absehbarer Zeit eine Familie gründen möchte, der muss den Wechsel in die private Krankenversicherung wohl überlegen, denn in der privaten Krankenversicherung gibt es keine so genannte Familienversicherung, jedes Familienmitglied, auch die Kinder müssen separat versichert werden. In solchen Fällen ist es gut möglich, dass dann der zuzahlende Gesamtbeitrag über dem liegt, was in der GKV hätte bezahlt werden müssen.

Ob sich der Wechsel wirklich lohnt, nicht nur dass man den Status eines Privatpatienten bekommt, sondern auch finanzielle Vorteile genießen kann, das muss also immer individuell berechnet werden. Diese Entscheidung ist eine Entscheidung für das Leben und wer wechseln will und kann, der sollte sich vorher gut informieren und die verschiedenen Anbieter vergleichen.

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