Die wohl am häufigsten gestellte Frage im Rahmen einer Beratung zur privaten Krankenversicherung ist wohl diese: „Wie sieht es im Rentenalter mit den Beiträge aus?“ Eine verlässliche Antwort auf diese Frage ist nicht möglich, dazu bräuchte man schon eine Glaskugel, um abschätzen zu können, welches Beitragsniveau in vielleicht 20, 30 oder 40 Jahren erreicht sein wird. Doch man kann aufzeigen welche Maßnahmen und Möglichkeiten die private Krankenversicherung schon heute anbietet, um die Beiträge auch im Rentenalter finanzierbar zu halten. Und diese sind, wie man nachfolgend sieht, sehr vielfältig.
Da die private Krankenversicherung ein kapitalgedecktes Versicherungssystem ist, werden schon beim Abschluss des Vertrages Rückstellungen für das Alter einkalkuliert. Dies bedeutet, dass ein junger Versicherungsnehmer einen Teil des monatlichen Beitrages für die angestiegen Kosten im Rentenalter zurücklegt. Man spricht hier dann von den Alterungsrückstellungen. Aktuell verfügen die ca. 40 privaten Krankenversicherungsunternehmen in Summe über etwas mehr als 120 Milliarden Euro Alterungsrückstellungen. Die gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, bildet im Gegensatz dazu keinerlei Rücklagen für das Alter.
Eine weitere Möglichkeit zur Beitragsreduzierung im Alter bietet die PKV durch Beitragsentlastungstarife. Hier handelt es sich um einen zusätzlichen Tarifbaustein, der in den meisten Fällen mit dem Erreichen des 65. Lebensjahres eine fest definierte Entlastung des Krankenversicherungsbeitrages vorsieht. So kann man selbst bestimmen, wie stark der Beitrag im Alter sinken soll. Grundsätzlich gilt bei einem Beitragsentlastungstarif: Je mehr man investiert, umso höher fällt auch später die Beitragsreduzierung aus. Als Arbeitnehmer hat man sogar den Vorteil, dass sich der Arbeitgeber mit 50% an den Beiträgen beteiligt.
Falls die oben genannten Maßnahmen nicht ausreichen sollten, um den Beitrag im Rentenalter zu finanzieren. Kann man durch einen Wechsel in den Standardtarif der Rentner in den meisten Fällen eine deutliche Beitragsreduzierung erreichen. Da die Leistungen im Vergleich zu einem Normaltarif sehr gering sind, ist auf der monatliche Beitrag deutlich niedriger.
Zwar kann man die oben gestellte Frage nicht eindeutig beantworten, jedoch sieht man, dass die private Krankenversicherung im Vergleich zum gesetzlichen Krankenversicherungssystem heute schon umfangreich fürs Rentenalter vorsorgt.

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